Ist die TI für meine Praxis verpflichtend?
Für nahezu alle Praxen, die gesetzlich Versicherte behandeln, ist die Anbindung an die Telematikinfrastruktur verpflichtend. Das gilt für Haus- und Facharztpraxen, Zahnärzte und Psychotherapeuten ebenso wie für Apotheken. Wer die geforderten Anwendungen nicht unterstützt, riskiert eine Kürzung der TI-Pauschale durch die Krankenkassen.
Was kostet mich die TI – und was zahlen die Kassen?
Die Krankenkassen erstatten Anbindung und Betrieb über eine monatliche TI-Pauschale, deren Höhe von der Praxisgröße abhängt. Zusätzlich gibt es Förderpauschalen für Hardware und Anwendungen wie ePA und eRezept. Unsere Leistungen für Einrichtung, Wartung und Support rechnen wir transparent ab – die konkreten Beträge besprechen wir vorab, ohne versteckte Kosten.
Wie lange dauert die TI-Anbindung?
Das hängt davon ab, ob Karten und Komponenten schon vorhanden sind. Der Antrag und die Lieferung von SMC-B und eHBA brauchen am meisten Zeit – hier kann es je nach Anbieter zu Wartezeiten kommen. Sobald die Komponenten da sind, ist die eigentliche Einrichtung meist an einem Termin erledigt. Wir planen das so, dass Ihr Praxisbetrieb möglichst wenig gestört wird.
Was ist der Unterschied zwischen eHBA und SMC-B?
Der eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) weist Sie persönlich als Ärztin oder Arzt aus – wie ein digitaler Personalausweis für Heilberufe. Die SMC-B ist dagegen der Ausweis Ihrer Praxis als Institution. Viele TI-Dienste brauchen beide: die SMC-B, damit die Praxis im Netz erkannt wird, und den eHBA, um Dokumente persönlich rechtsgültig zu signieren.
Was passiert bei einer TI-Störung im Praxisbetrieb?
Zuerst sollten Sie Konnektor und Kartenterminal neu starten – das löst viele Probleme bereits. Bleibt die Störung, prüfen wir Verbindung, Karten und Konfiguration. Für den Fall eines längeren Ausfalls gibt es ein dokumentiertes Ersatzverfahren, damit Sie weiterarbeiten können. Wichtig ist ein erreichbarer Ansprechpartner – genau dafür sind wir da.
Müssen wir wegen der neuen Verschlüsselung etwas tun?
Die TI stellt die Verschlüsselung von RSA auf das modernere ECC-Verfahren um. Davon sind Konnektor, eHBA, SMC-B und Kartenterminals betroffen. Ältere Komponenten müssen geprüft und teils ausgetauscht oder umgestellt werden. Wir kontrollieren, ob Ihre Praxis ECC-fähig ist, und kümmern uns rechtzeitig um die nötigen Schritte, bevor es zu Ausfällen kommt.
Sind die Patientendaten in der TI wirklich sicher?
Ja. Die Telematikinfrastruktur ist ein eigenes, abgeschottetes Netz mit durchgehender Verschlüsselung, das ausschließlich für das Gesundheitswesen gebaut wurde. Zugriff bekommt nur, wer sich mit eHBA oder SMC-B legitimiert. Daten werden Ende zu Ende verschlüsselt übertragen. Damit ist der Austausch deutlich sicherer als per normaler E-Mail oder Fax.
Was bringt mir die ePA im Alltag?
Die elektronische Patientenakte bündelt Befunde, Medikationspläne und Dokumente eines Patienten an einem Ort. Das spart Mehrfachuntersuchungen, vermeidet Wechselwirkungen bei Medikamenten und gibt im Behandlungsfall schnell ein Gesamtbild. Seit 2025 ist die Anbindung Pflicht – wir richten die ePA so ein, dass sie sich nahtlos in Ihren Praxisablauf einfügt.
Funktioniert die TI mit meinem Praxisverwaltungssystem (PVS)?
In der Regel ja. Die TI-Anwendungen sind so gebaut, dass sie mit den gängigen Praxisverwaltungssystemen zusammenarbeiten. Manchmal ist ein Update oder ein zusätzliches Modul des PVS nötig. Wir prüfen Ihre Software, stimmen uns bei Bedarf mit Ihrem PVS-Anbieter ab und sorgen dafür, dass eGK, eRezept und KIM direkt aus Ihrem gewohnten System heraus funktionieren.
Betreut ihr auch unsere übrige Praxis-IT?
Ja. Neben der Telematikinfrastruktur kümmern wir uns um die komplette IT Ihrer Praxis: Computer, Netzwerk, Drucker, Datensicherung, E-Mail und IT-Sicherheit. Der Vorteil: ein Ansprechpartner für alles, der Ihre Praxis kennt. So greifen TI und übrige Technik sauber ineinander, und im Störungsfall müssen Sie nicht zwischen mehreren Dienstleistern vermitteln.